Einrichtung Debian-Entwicklungs-Server (Teil 1)

Lesezeit: 5 Minuten

Im vorherigen Blog hatte ich aufgezeigt, was ich zur Entwicklung alles benötige.

Hier geht es im nächsten Schritt darum einen Entwicklungs-Server auf Basis von Linux zu installieren.

Welche Distribution?

Welche der vielen Distributionen von Linux man einsetzt ist wirklich Geschmacksache. Ich bevorzuge die Debian-Distribution, die eine sehr kleine und abgespeckte Version anbietet, die sich meinen Bedürfnisse anpassen lässt.

Diese Version nennt sich bei Debian „kleines Installations-Image“. Herunterladen kann ich mir das „64-Bit-PC Netinst-ISO“ hier. Die derzeitig aktuelle Version von Debian ist 9.3.0.

Diese ISO brenne ich mir auf eine Installation-CD/-DVD oder auf einen bootfähigen Stick. Das kommt auf die Hardware des Servers an. Installiere ich den Server bei einem Hoster als Virtual-/Root-Server, so ist je nach Hoster eine solche Grundinstallation vorhanden, vorgegeben oder kann ausgewählt werden.

Installation – Schritt für Schritt

Ich zeige hier die Installation an einem mir zugänglichen Server.

Der Server sollte mit Internet versorgt sein – also zumindest an einem Router angeschlossen sein!

Beachtet, dass bei der Installation eventuell vorhandene Daten auf den oder der Festplatte komplett gelöscht werden! 

Nachdem ich also auf dem leeren Server von dem erstellten Medium boote empfängt mich Debian freundlich:

Ich wähle simpel „Install“ – verzichte also auf die graphische Variante, da ich am Server lediglich eine Tastatur angeschlossen habe.

Anschließend wähle ich die Sprache…

..den entsprechenden Standort…

… mit der entsprechenden Tastatur:

Damit fängt der Installer dann an und fügt zusätzliche Komponenten zum System hinzu, erkennt die Netzwerkverbindungen und fragt mich nach kurzer Zeit, wie er sich denn nennen soll. Ich taufe ihn auf den Namen „m2m-dev“:

Die nächste Frage kann, muss aber nicht beantwortet werden. Mit steht eine Domain zur Verfügung, daher gebe ich diese auch an:

Nun geht es um die entscheidende Absicherung des Systems. Für den allmächtigen System-Administrator – bei Linux traditionell „Root“ genannt – sollte ein sicheres Kennwort vergeben werden.

Ich verweise auf den sehr unterhaltsamen Text auf https://t3n.de/news/beliebteste-passwoerter-deutschland-2016-779732/.

Ein Jahr später hatte es sich gebessert: https://t3n.de/news/123456-beliebteste-passwoerter-deutschland-2017-894564/ !

Um Tippfehler zu vermeiden muss das Kennwort in der nächsten Maske erneut eingegeben werden:

Ein eigenes Konto auf dem Rechner benötigt man auch. Daher stelle ich mich dem Server auch noch vor:

Mit dem Kurznamen bin ich einverstanden:

Und denke mir für mein Konto ein vom Root-Kennwort abweichendes Kennwort aus…

…welches ich selbstverständlich ebenfalls noch mal bestätigen muss:

Dann geht es weiter mit der Festplatteneinrichtung. Je nach Hardware und Kapazitäten einzelner Festplatten in dem Rechner kann man hier individuell eingreifen. Für mein Entwicklungssystem ist die obere Auswahl vollkommen ausreichend:

Wie eingangs erwähnt, löscht man damit alle Daten, die ggf. schon auf den Festplatten gespeichert sind. Das weiß auch der Installer, daher gibt er noch zusätzlich diese Warnung aus:

Die Partitionierung wähle ich ebenfalls nach meinen bescheidenen Anforderungen:

Und nach Bestätigung der folgenden Bildschirmmaske, ob man alles wunschgemäß konfiguriert hat…

…ist der Zeitpunkt zum endgültigen Schreiben auf die Festplatte gekommen:

Dann wird das Grundsystem installiert, welches ein paar Minuten dauert:

Wie oben erwähnt habe ich ja nur das Minimal-System von der Debian-Seite herunter geladen. Folglich habe ich keine weiteren CDs oder DVDs parat. Alle anderen zusätzlich zu installierenden Pakete sollen direkt von den Servern der Paketverwaltung von Debian kommen. Daher antworte ich in der folgenden Maske „<Nein>“:

Nun wählen wir uns einen Spiegelserver aus, der sollte in unserer Nähe sein, um die Downloads von diesem Server schnell zu bekommen:

Anhand der Namen kann man sogar Städte erkennen. Traditionell sind die Server von Universitäten immer sehr zügig. Hier im Ruhrgebiet habe ich gute Erfahrungen mit dem Server der Universität Duisburg-Essen gemacht:

Für den speziellen Fall, das der Server nur über einen Proxy-Server das Internet erreichen kann, ist nachfolgende Maske mit den entsprechenden Werten zu füllen:

Dann konfiguriert sich Debian sein Paketsystem und installiert weitere Software:

Falls man an der Statistik von Debian teilnehmen möchte, die lediglich die verwendeten Pakete ermitteln, so kann man die folgende Maske mit „<Ja>“ beantworten. Für einen Entwicklungsrechner macht das aber meines Erachtens nicht wirklich Sinn, da hier Pakete mal zum Testen installiert und auch wieder gelöscht werden. Ich belasse es also so:

Abschließend möchte Debian wissen, wie ich den Rechner nutzen werde. Da ich gezielt bestimmte Pakete mit bestimmten Versionen einsetzen werde, entferne ich sämtliche Sternchen in der Auswahl:

Nach damit sehr kurzer Installation beantworte ich die folgende Frage mit „<Ja>“. Das ist entscheidend dafür, dass der Rechner anschließend auch in das System booten kann:

Hier wähle ich also meine Festplatte aus:

Nach kurzer Zeit bin ich hoffnungsvoll hier gelandet und entferne meine Installations-CD (oder DVD oder USB-Stick) aus dem Rechner:

Der Rechner startet tatsächlich neu, zeigt mir kurz den Bootmanager und bootet in meine Grundinstallation von Debian:

Weiterführende Links

Einrichtung Debian-Enwicklungs-Server (Teil2)

Externe Links

https://www.debian.org/

 

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